1. Der Marienbrunnen auf dem Kirchvorplatz mit einer Statue der Gottesmutter aus dem Marienwallfahrtsort Medjugorje.

2. Die jetzige Sankt Wigbert Kirche wurde 1776

erbaut – der Turm jedoch erst 1841. Es ist bereits die vierte Kirche, die sich an dieser Stelle befindet. Anfang der 1970er Jahre sollte die verfallene Kirche, wie im Nachbarort Vehra, weggesprengt werden.

Diesem Vorhaben kamen die Brüder von von St. Wigbert und die Dorfbewohner zuvor und renovierten die Kirche 1973 in Eigenleistung in nur 9 Monaten. Seit dieser Zeit wurde das Gotteshaus mehrmals renoviert und verschönert – zuletzt im Jahr 2007.

Bis heute wird in St. Wigbert täglich mehrmals das Stundengebet der Mönche gebetet.

Links und rechts im Altarraum ist das Chorgestühl zu sehen. Gleichzeitig feiert die Gemeinde in dieser Ev.-Luth. Kirche sonntäglich Hl. Messe mit Abendmahl. Erwähnenswert sind außerdem die 14 Kreuzwegstationen der Bildhauerin Hildegard Hendrichs, die auch die Eingangstür gestaltete, sowie die 2004 eingeweihte Speithorgel mit 23 Registern.

 

 

3. Die  Glocke  im Kirchpark hing bis in die 1970er Jahre im Kirchturm, konnte aber nicht mehr geläutet werden,

da sie im April 1945, am Ende des 2. Weltkrieges, durch Beschuss der anrückenden US Armee gerissen war. Sie trägt die Inschrift: „Irret Euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten“ Heute hat die St. Wigbertkirche ein 6-stimmiges Geläut aus Bronzeglocken.

 

4. Das Wegekreuz im Kirchpark konnte 1976 von den Brüdern vor der Zerstörung gerettet werden. Der Korpus aus dem 18. Jahrhundert wurde seitdem mehrfach restauriert.

 

5. An dieser Stelle des alten Friedhofes befindet sich die Grabstätte von Philipp Christian Bach, der im 18. Jahrhundert Pfarrer in Wernings- hausen war. Er war ein Großneffe von Johann Sebastian Bach. Der reich- verzierte Grabstein wurde vor wenige jahren restauriert und die Inschriften wieder sichtbar gemacht. In diesem Teil des Kirchparks werden Ihnen viele weitere Grabsteine auffallen, die aber teilweise nicht mehr zugeordnet werden können. Der heute genutzte Gemeindefriedhof liegt etwa 200 Meter östlich von hier außerhalb des Klostergeländes.

 

6. Die 1984 von den Brüdern und den Dorfbewohnern erbaute Marienkapelle „Unserer lieben Frau“ wird von der Kirchengemeinde als Winterkirche benutzt. Die orthodox anmutende Ausgestaltung ist beabsichtigt um auch hier den Einheitsgedanken der christlichen Kirchen zu unterstreichen.

In den späten 1980er Jahren kamen oft russische Soldaten aus der 5 Km entfernten Garnison in die Kapelle, um hier heimlich zu beten, was ihnen streng verboten war. 2010 wurde die Kapelle er-neut renoviert und erweitert, da die Kapazität für rund 50 Gottesdienstbesucher nicht mehr ausreichend war. >Bilder von der Einweihung<

 

7. Das älteste Gebäude des Klosterkomplexes ist das 1750 erbaute Pfarrhaus, welches heute die Funktion des  Gästehauses des Klosters hat. Der Keller des Gebäudes stammt jedoch bereits aus dem 14. Jahrhundert. Durch eine Überdachung ist der Gästebereich mit dem Kloster verbunden. Eine bessere Ansicht der Frontfassade haben Sie von der Straßenseite.

8. Hier befindet sich die Klosterpforte mit einem kleinen Klosterladen, in dem Sie Postkarten, Kerzen, Klosterhonig  oder das Klosterbier erstehen können.

 

9. Das Klostergebäude des Priorat St. Wigberti wurde in zwei Bauabschnitten errichtet. Der Westflügel und ein Teil des Nordflügels, auf dem sich der kleine orthodox anmutende Zwiebelturm befindet, in den Jahren 1989 bis 1992. Der weitere Teil des Nordflügels, etwa ab der Stelle, wo sich die bronzene Statue des Hl. Wigbert befindet kam im Jahr 2000 dazu. Damit sich das Kloster in das Dorfbild einfügt, wurde bewusst der thüringische Fachwerkstil gewählt und nicht etwa ein modernes Gebäude aus Glas, Stahl und Beton. Im Erdgeschoß befinden sich neben der Klosterpforte, Werkstätten, Büro und Refektorium (Speiseraum der Brüder). Im ersten Stock befindet sich der Klausurtrakt, das Oratorium (Gebetsraum). Gemäß der benediktinischen Weisung „Ora et labora“ („Bete und arbeite“ sind also beide Säulen des monastischen Lebens unter diesem Dach manifestiert. Da der größte Teil des Klostergebäudes auch privater Lebensraum der Brüder ist, kann er ohne angemeldete Führung nicht besichtigt werden. Wir bitten dies, bei Ihrem Rundgang zu beachten und sich angemessen auf dem Klostergelände zu bewegen. Termine für Führungen, auch in das Kloster hinein, oder mehrtägige Aufenthalte in St. Wigberti können Sie unter unten angegebener Adresse vereinbaren.

 

10. Wenn Sie nun den Nordflügel am Klosterteich entlang und die kleine Treppe rechts nach oben gehen, kommen Sie zur Mariengrotte, die mit ihren Wasserspielen zum Verweilen ein- lädt. In den warmen Monaten finden Sie hier entsprechende Tische und Sitzgelegenheiten, die Sie gerne nutzen können. Hier endet nun auch der kleine Rundgang und wir hoffen, es hat Ihnen gefallen.