Marienkapelle im Winter


Die 1984 von den Brüdern und den Dorfbewohnern erbaute Marienkapelle “Unserer lieben Frau” wird von der Kirchengemeinde als Winterkirche benutzt. Die orthodox anmutende Ausgestaltung ist beabsichtigt um auch hier den Einheitsgedanken der christlichen Kirchen zu unterstreichen.

 

Marienkapelle "Unserer lieben Frau"

Marienkapelle „Unserer lieben Frau“

 

 

 

 

 

In den späten 1980er Jahren kamen oft russische Soldaten aus der 5 Km entfernten Garnison in die Kapelle, um hier heimlich zu beten, was ihnen streng verboten war. 1997 und 2010 wurde die Kapelle erneut renoviert und erweitert, da die Kapazität für rund 50 Gottesdienstbesucher nicht mehr ausreichend war.


Marienverehrung in einem evangelischen Kloster?

Verloren und wiedergefunden?

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Gottesmutter in der St. Wigbert-Kirche

Gottesmutter in der St. Wigbert-Kirche

Welche hohe Meinung noch Luther über Maria hat, ist wohl nicht allen bekannt. Wenn auch Luther schroffe Töne anschlagen kann, so hat er gerade in Bezug auf Maria (Magnifcatauslegung) ganz zarte und sanfte Töne angeschlagen. Sogar ein Marienlied Luthers ist uns überliefert und bringt das Staunen vor dem Wunder Gottes herrlich zum Ausdruck.

Maria – Mirijam, der Name kam und kommt sehr häufig vor. Die Wurzel dieses Wortstammes könnte man vorsichtig übersetzen mit Bitterkeit, Betrübnis(?).

Eine Biographie Mariens, der Mutter Jesu gibt es nicht. Es sind uns nur Bruchstücke ihres Lebens erhalten, aber diese sind von großer Bedeutung.

Betrachten wir erstens:  Wo steht im Neuen Testament Mairens Name?

Ich mein in welchem Zusammenhang? Ich habe beobachtet, daß an den heilsgeschichtlich  wichtigen Stellen auch Maria erwähnt wird. Das ist gewiß kein Zufall! 1. Bei der Geburt. 2. Bei dem ersten Zeichen, welches Jesus in Kana tat. 3. Bei der Entscheidungsfrage, wohin Jesus gehört – zurück zu seiner Familie, wo ihn nicht alle verstanden, oder hat Jesus einen anderen Auftrag? 4. In Jerusalem, wo Jesus sein Ja zum Leid ganz deutlich offenbart. 5. Maria unter dem Kreuz. Sie erfährt von ihrem geliebten Sohn die liebevoll Zuordnung an dessen Lieblingsjünger Johannes und ist wahrscheinlich mit im Jünger- und Jüngerinnenkreis während der schweren Tage und auch nach Ostern, denn 6. finden wir sie auch im Jüngerkreis

bei der Ausgießung des Heiligen Geistes.

Ikone der Gottesmutter in der Marienkapelle

Ikone der Gottesmutter in der Marienkapelle

Was ihre besondere Stellung ist, verraten die Evangelien. Bei Lukas wird sogar deutlich in der Frage der Cousine Mariens, Elisabeth, daß Maria die Mutter des Herrn (Adonai) genannt wird. „Wie kommt es, daß die Mutter meines Adonais zu mir kommt?

Woher wußte das Elisabeth, die Schrift antwortet: „durch den Heiligen Geist.“ Das heißt doch, Gott kann uns Menschen den Verstand und das Herz so auftun, daß wir Dinge sehen und erkennen, die vielen verborgen bleiben.

Mariengrotte im Klosterpark

Mariengrotte im Klosterpark

Nun wissen wir aber, daß Gott es will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis Gottes geführt werden. So hat Elisabeth, das, was ihr Gott ins Herz gab, ausgesprochen, auch für uns. Tatsächlich: Gott kommt durch diese Frau als Kind zu uns. Die älteste Bibelstelle über dieses wunderbare Ereignis  finden wir im Brief an die Galater  (4,4,). Warum schreibe ich das alles, weil wir als Mönche von Wigberti nicht außerhalb der Kirche stehen, wenn wir sagen: Wir ehren Maria als die Mutter des Herrn, als die Herausgerufene aus allen Frauen für dieses wunderbare Geheimnis Gottes. Maria sagt dazu Ja. Dieses Ja Mariens ermutigt uns auch Ja zu sagen. Maria wird wie ein Bild, wie eine Ikone, wie ein Wegweiser auf Gott hin. Sie, durch die Christus einzieht, sie, die alle diese Worte über ihn, hörte und im Herzen bewahrte. Sie, der es wie ein Schwert durchs Herz ging, daß gerade ER, den sie unter dem Herzen getragen hatte und von seiner besonderen Mission wußte, nun so leiden muß, so unverstanden verworfen wird. Welche Glaubenskämpfe mögen da im Herzen stattgefunden haben? Und Maria sagt: „Ich bin die Magd (eben dieses) des Herrn.“ Für uns ist Maria einfach liebens- und verehrungswürdig, weil wir in unserem Herzen ihren Satz nie vergessen wollen: „Was Jesus euch sagt, das tut.!“